%20(1400%20x%20788%20px)%20(27).png)
Bedarf ist kein Auftrag
19.8.26, 09:15
Unternehmer und B2B Marktentwickler. Teilt Beobachtungen aus Unternehmergesprächen über Ursachen, Entscheidungen und tragfähiges Wachstum.
Im Statistik-Folder der Bundesinnung Bau steht die Bauprognose in vier Zeilen.
Reales Bauvolumen, Bau insgesamt: 2024 minus 5,2 %. 2025 minus 0,8. 2026 plus 0,2. 2027 plus 1,0.
Der Absturz ist damit vorbei. Das verlorene Volumen kommt trotzdem nicht zurück.
Plus 0,2 % ist keine Erholung. Das ist Stillstand mit anderem Vorzeichen.
Daneben steht eine zweite Zahl. Die bewilligten Wohnungen steigen. 31.900 im Jahr 2024, 34.100 im Vorjahr, voraussichtlich 35.600 heuer.
Bewilligt wird also wieder mehr. Gebaut noch nicht.
Zwischen der Bewilligung und dem Baustart liegt eine Rechnung. Baukosten, Finanzierung, erzielbarer Erlös. Solange diese drei nicht zusammenpassen, bleibt die Bewilligung in der Lade.
Für einen Zulieferer hat das eine unangenehme Folge.
Sein Kunde hat das Projekt. Er hat die Genehmigung. Und er baut trotzdem nicht.
Daran ändert kein Vertriebsargument etwas. Wer in dieser Lage mehr Aktivität in dieselben Projekte steckt, arbeitet gegen eine Rechnung, die er nicht beeinflusst.
Beeinflussbar ist etwas anderes. Nämlich ob das eigene Produkt diese Rechnung verbessert oder verschlechtert.
Ein Bauteil, das eine Woche Bauzeit spart, war vor fünf Jahren ein Vorteil. Heute kann es darüber entscheiden, ob ein Projekt überhaupt startet.
Das setzt voraus, dass der wirtschaftliche Vorteil gerechnet und nicht nur der technische beschrieben wird. Ein Datenblatt beantwortet die Frage des Bauherrn nicht.
Wer in dieser Marktlage mit denselben Argumenten arbeitet wie im wachsenden Markt, kämpft um Projekte, die vielleicht gar nicht gebaut werden.
Wer wissen möchte, ob das eigene Produkt die Rechnung eines Projekts tatsächlich verbessert, kann mir schreiben.
Alfred Nikolaus Kraemer, Kraemer Consulting, nikolaus@kraemer-b2b.com
.jpg)