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Massive Eisenkette, die sich waagrecht über eine Betonwand spannt, daneben Portrait von Alfred Nikolaus Kraemer

Die Kette kleiner Aufgaben

30. September 2026

Unternehmer und B2B Marktentwickler. Teilt Beobachtungen aus Unternehmergesprächen über Ursachen, Entscheidungen und tragfähiges Wachstum.

Die Strategie steht. Der Markt ist bewertet, die Zielkunden sind benannt, das Produkt passt.

Dann bleibt das Vorhaben liegen.

Nicht an einer großen Frage. An einer Reihe kleiner Aufgaben, die einzeln zu unwichtig aussehen, um sie zu eskalieren.

Ein Prüfzeugnis, das im Zielmarkt in anderer Form verlangt wird. Ein Lieferant, der noch nicht ausgewählt ist. Ein Rahmenvertrag, den im Haus niemand formulieren kann. Eine Kennzeichnung, die dort so nicht zulässig ist. Eine Produktbeschreibung, die in der Landessprache fehlt.

Jede dieser Aufgaben kostet für sich genommen wenig. Zusammen kosten sie ein Jahr.

Der Grund ist häufig derselbe. Sie sind niemandem zugeordnet.

Die Geschäftsführung hält sie für operativ, die Fachbereiche für Sonderthemen außerhalb ihres Bereichs.

Und keine davon ist dringend, weil niemand darauf wartet.

Bis der erste Kunde wartet.

Dann sind sie alle gleichzeitig dringend, und einige lassen sich nicht beschleunigen.

Ein Markteintritt scheitert deshalb nicht immer an der großen Entscheidung. Manchmal sind es zwanzig kleine, die niemand getroffen hat.

Wer diese Liste konkret angehen möchte, kann mir schreiben.

Alfred Nikolaus Kraemer, Kraemer Consulting, nikolaus@kraemer-b2b.com

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